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Poseidon Expeditions
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8 September, 2026
Datum der Veröffentlichung

Polarlichter sehen: Vorhersage verstehen, beste Zeit und Orte

Polarlichter sehen: Vorhersage verstehen, beste Zeit und Orte


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Polarlichter brauchen Dunkelheit, keine Kälte: Sie entstehen das ganze Jahr, doch nur in ausreichend dunklen Nächten sind sie zu sehen. Polarlichter (auf der Nordhalbkugel Nordlicht, fachsprachlich Aurora borealis) sind Leuchterscheinungen, die laut NOAA in etwa 80 bis 500 Kilometern Höhe entstehen, wenn geladene Teilchen aus dem Sonnenwind vom Erdmagnetfeld zu den Polregionen gelenkt werden und dort Sauerstoff und Stickstoff der Hochatmosphäre zum Leuchten anregen. Wer sie sehen will, braucht deshalb Dunkelheit, einen klaren Himmel und ein Grundverständnis der Vorhersage. Wer die Beobachtung mit einer Expeditionsreise verbinden möchte, findet die passenden Nordlichter Reisen mit Poseidon Expeditions im September in Ostgrönland.

Das Wichtigste in Kürze

  • Polarlichter sind in den hohen Breiten von Ende August bis in den April zu sehen, weil dann die Nächte dunkel genug sind; im Hochsommer verhindert das Sonnenlicht jede Beobachtung.
  • Am häufigsten zeigen sich Polarlichter unter dem Polarlichtoval zwischen etwa 60 und 75 Grad Breite, dort laut NOAA in mehr als der Hälfte aller Nächte.
  • Der Kp-Index beschreibt auf einer Skala von 0 bis 9, wie stark das Erdmagnetfeld gestört ist; unter dem Polarlichtoval reichen schon Werte von 2 bis 4.
  • Vor Ort entscheiden Wolken, Mondphase und Kunstlicht über den Erfolg, nicht die Temperatur.
  • Vom Expeditionsschiff im Scoresbysund lassen sich Polarlichter im September mit etwas Glück und fast ohne störendes Kunstlicht beobachten.

Wann sind Polarlichter zu sehen? Dunkelheit statt Kälte

Die beste Zeit für Polarlichter liegt zwischen Spätsommer und Frühjahr, weil in diesen Monaten die Nächte in den hohen Breiten dunkel genug sind. Laut Geophysical Institute der University of Alaska Fairbanks verhindert Sonnenlicht im Sommer der hohen Breiten jede Polarlichtbeobachtung; die Saison in Fairbanks reicht vom 21. August bis zum 21. April. Kälte spielt für die Erscheinung selbst keine Rolle, sie ist ein Nebeneffekt der langen Winternächte.

Der Grund ist die Mitternachtssonne. Am Nordpol steht die Sonne den ganzen Sommer über dem Horizont, erst mit der Herbst-Tagundnachtgleiche um den 21. September kehrt die Nacht zurück, ab Anfang Oktober beginnt dort die Polarnacht. Weiter südlich ist die helle Phase kürzer, das Prinzip bleibt: Im Hochsommer der hohen Breiten geht die Sonne nicht unter, deshalb ist dann nichts zu sehen. Ab Ende August beginnt die Saison in Nordnorwegen, Island, Grönland und Alaska fast gleichzeitig.

Zwei weitere Faktoren sprechen für Herbst und Frühjahr. Um die Tagundnachtgleichen im März und September treten statistisch mehr geomagnetische Stürme auf, NOAA nennt diese Wochen deshalb die besten Jahreszeiten für die Beobachtung. Dazu kommt der Sonnenzyklus: Laut NASA und NOAA (Oktober 2024) erreichte die Sonne das Maximum ihres 11-Jahres-Zyklus; auch für die anschließende abnehmende Phase erwartete NOAA noch kräftige geomagnetische Stürme. Eine Garantie für eine bestimmte Nacht folgt daraus nicht.

Wo kann man Polarlichter sehen? Die besten Regionen im Vergleich

Polarlichter erscheinen am zuverlässigsten in einem ovalen Band zwischen etwa 60 und 75 Grad Breite, dem Polarlichtoval; dort sind sie laut NOAA in mehr als der Hälfte der Nächte eines Jahres zu beobachten, sofern der Himmel dunkel und klar ist. Das Oval richtet sich am geomagnetischen Pol aus, der derzeit bei etwa 80 Grad Nord nahe der kanadischen Insel Ellesmere Island liegt; bei gewöhnlicher Sonnenaktivität verläuft das Oval über Europa bei ungefähr 70 Grad nördlicher Breite. Die Regionen darunter unterscheiden sich weniger in der Sichtbarkeit als in Saisonfenster, Wetter und Anreise. Die Übersicht fasst die Angaben der Tourismusportale der jeweiligen Regionen zusammen.

Region Saison laut Tourismusportal Besonderheit
Nordnorwegen (Tromsø, Alta, Lofoten, Senja) Ende August bis Ende März Spitzenzeit meist 23 bis 2 Uhr
Island Ende August bis Ende April Am häufigsten gegen 23 Uhr; Wetterdienst mit Wolkenkarte
Finnland (Lappland) Ende August bis Anfang April Laut Visit Finland in Herbst und Frühjahr etwa jede zweite klare Nacht; stärkste Monate Oktober/November und Februar/März
Schweden (Abisko, Kiruna in Lappland) September bis März Abisko hat häufig klaren Himmel, wenn die Umgebung bewölkt ist
Grönland (Nuuk, Kangerlussuaq, Ilulissat, Tasiilaq) Ende August bis April Kaum Lichtverschmutzung; Westen und Süden ab Ende August, Tasiilaq/Kulusuk März bis April
Nordkanada (Yellowknife) Mitte August bis Ende September und Mitte November bis Anfang April Direkt unter dem Oval; laut Destination Canada über 200 Polarlichtnächte im Jahr
Alaska (Fairbanks) Ende August bis Ende April Am häufigsten 22 bis 2 Uhr
Expeditionsschiff Ostgrönland (Scoresbysund) Abfahrten im September Kaum Kunstlicht, freier Horizont, wechselnde Position

Wer kurze Anreise sucht, ist in Skandinavien oder Island gut aufgehoben. Wer möglichst viele klare Nächte will, schaut auf Inlandsregionen wie Abisko oder Yellowknife. Wer Landschaft und wechselnde Standorte ohne Kunstlicht sucht, findet im Expeditionsschiff die Alternative, dazu unten mehr.


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Wie entstehen Polarlichter? Kurz erklärt

Polarlichter entstehen, wenn Teilchen des Sonnenwinds auf das Erdmagnetfeld treffen, in der Magnetosphäre entlang der Feldlinien zu den hohen Breiten abgelenkt werden und dort Sauerstoff- und Stickstoffatome der Hochatmosphäre zum Leuchten anregen. Grün ist die häufigste Farbe und entsteht tiefer als Rot; das rote Sauerstofflicht leuchtet in den höchsten Schichten, violette Ränder durch Stickstoff liegen am unteren Rand. Das Südlicht ist das Spiegelbild des Nordlichts und wird zeitgleich über der Südhalbkugel aktiv; beobachtet wird es vor allem in der Winterdunkelheit der Antarktis, denn südlich des Polarkreises bleibt es im Südsommer über Monate rund um die Uhr hell. Physik, Farben und Mythen erklärt ausführlich der Beitrag wie Nordlichter entstehen.

Polarlicht-Vorhersage richtig lesen

Eine Polarlicht-Vorhersage kombiniert vier Größen: die geomagnetische Aktivität (Kp-Index), den Sonnenwind mit seinem Bz-Wert, die Wolkenlage und die Mondphase. Die ersten beiden sagen, ob etwas passiert, die letzten beiden, ob Sie es sehen.

Kp-Index verstehen

Der Kp-Index beschreibt auf einer ganzzahligen Skala von 0 bis 9, wie stark das Erdmagnetfeld gestört ist; 1 steht für ruhig, ab 5 spricht NOAA von einem geomagnetischen Sturm (umgangssprachlich oft Sonnensturm), bestimmt wird er alle drei Stunden. Der Index stammt aus Deutschland: Das GFZ Potsdam berechnet ihn aus den Daten von 13 Observatorien weltweit, eingeführt wurde er 1949 von Julius Bartels.

Entscheidend ist, wo Sie stehen. Bei Kp 0 liegt der äquatorwärtige Rand des Ovals bei etwa 66 Grad geomagnetischer Breite, mit jeder Kp-Stufe wandert er rund zwei Grad Richtung Äquator. Unter dem Oval reichen deshalb schon Kp 3 bis 4 für gut sichtbare Polarlichter; bei Kp 7 bis 9 wird es hell, und das Oval wandert in deutlich niedrigere Breiten. Laut Geophysical Institute Fairbanks tritt Kp 2 so oft auf, dass man bei drei Tagen bis einer Woche unter dem Oval wahrscheinlich Polarlichter sieht. Für den Süden gilt die NOAA-Sturmskala:

NOAA-Stufe Kp-Wert Typische Sichtbarkeitsgrenze (geomagnetische Breite) Häufigkeit pro Sonnenzyklus (NOAA-Mittel)
G1 (gering) 5 hohe Breiten rund 1.700
G2 (mäßig) 6 bis etwa 55 Grad rund 600
G3 (stark) 7 bis etwa 50 Grad rund 200
G4 (schwer) 8 bis etwa 45 Grad etwa 100
G5 (extrem) 9 bis etwa 40 Grad rund 4

Alle Werte nach NOAA SWPC.

Sonnenwind und Bz-Wert

Zwei Sonnenwind-Größen entscheiden kurzfristig: die Geschwindigkeit und die Richtung des mitgeführten Magnetfelds. Steigt die Geschwindigkeit und dreht das Feld nach Süden, also auf einen negativen Bz-Wert, nimmt die geomagnetische Aktivität zu, und die Polarlichter werden heller, aktiver und wandern weiter vom Pol weg. Für einen Sturm braucht es zudem über Stunden anhaltend schnellen Sonnenwind. Visit Iceland rät deshalb, neben dem Kp-Wert auch den Bz-Wert zu prüfen.

Drei Zeithorizonte

Vorhersagen werden mit kürzerem Vorlauf verlässlicher. Das NOAA Space Weather Prediction Center (spaceweather.gov) veröffentlicht drei Produkte:

  1. Der 27-Tage-Ausblick erscheint jeden Montag und zeigt wiederkehrende aktive Regionen der rotierenden Sonne.
  2. Die 3-Tage-Vorhersage wird alle zwölf Stunden aktualisiert und reagiert auf Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe, deren Teilchenwolken zwischen knapp einem und mehreren Tagen zur Erde unterwegs sind.
  3. Die 30-Minuten-Vorhersage misst den Sonnenwind rund 1,6 Millionen Kilometer vor der Erde und liefert 30 bis 90 Minuten Vorlauf.

Die längeren Horizonte helfen bei der Wahl der Reisewoche, verlässlich für die einzelne Nacht ist nur die kürzeste Stufe.

Wolken und Mond nicht vergessen

Die beiden größten Hindernisse für die Beobachtung sind Sonnenlicht und Bewölkung; der lokale Wetterbericht gehört deshalb zu jeder Planung. Der Isländische Wetterdienst kombiniert dafür eine Aktivitätsstufe von 0 bis 9 mit einer Wolkenkarte; schon Stufe 2 kann schön und Stufe 3 beeindruckend sein, sofern der Himmel dunkel und zumindest teilweise klar ist. Der Vollmond mindert die scheinbare Helligkeit der Polarlichter, nicht die tatsächliche; Nächte um Neumond sind im Vorteil.


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Polarlichter beobachten: die Checkliste

Für eine gute Beobachtungsnacht braucht es einen dunklen Standort, freie Sicht nach Norden, klaren Himmel und Geduld. Die aktivsten Stunden liegen laut NOAA meist innerhalb von ein bis zwei Stunden um Mitternacht, also zwischen 22 und 2 Uhr Ortszeit.

  • Entfernen Sie sich von Stadtlichtern und suchen Sie einen Hügel oder eine Küste mit freiem Blick zum Horizont.
  • Schauen Sie nach Norden. Helle Polarlichter lassen sich bei passenden Bedingungen aus bis zu 1.000 Kilometern Entfernung sehen.
  • Geben Sie den Augen etwa eine halbe Stunde oder länger, um sich an die Dunkelheit anzupassen; ein helles Handydisplay setzt die Anpassung zurück, rotes Licht schont sie.
  • Prüfen Sie vor dem Aufbruch Wolkenvorhersage und Mondphase, nicht nur den Kp-Wert.

Planen Sie mehrere Nächte ein. Eine einzelne Nacht kann bewölkt oder geomagnetisch ruhig sein; drei bis sieben Nächte unter dem Oval bringen laut Geophysical Institute Fairbanks auch ohne Sturm gute Aussichten.

Nordlichter im Scoresbysund: Polarlichter vom Expeditionsschiff erleben

Ein kleines Expeditionsschiff löst zwei Probleme der Polarlichtbeobachtung zugleich: In der Umgebung gibt es kaum Kunstlicht, und der Standort ist nicht fest. Auf der Polarlicht Kreuzfahrt nach Ostgrönland fährt die MS Sea Spirit im September durch den Scoresbysund, laut Visit Greenland das größte Fjordsystem der Welt, umgeben vom größten Nationalpark der Welt mit 972.000 Quadratkilometern. Grönlands kleine Siedlungen erzeugen laut Visit Greenland kaum Lichtverschmutzung. Das Schiff wechselt während der Reise die Position und kann die schmalsten Fjorde Ostgrönlands befahren.

Der September ist eine bewusste Wahl: Die Polarlichtsaison in Grönland beginnt laut Visit Greenland Ende August, die Arktis-Saison von Poseidon Expeditions reicht bis in den September, und die Nächte sind wieder dunkel. Die Reise „Nordlichter im Scoresbysund" dauert 11 Tage, beginnt und endet in Reykjavik und kombiniert Zodiac-Ausflüge (Fahrten mit robusten Schlauchbooten), Anlandungen, Wanderungen und optionale Kajak-Exkursionen mit dem Expeditionsteam. Die Landzeit beträgt rund 2,5 Stunden pro Landgang, ohne Split-Landings. Poseidon Expeditions ist Mitglied der AECO, der Association of Arctic Expedition Cruise Operators.

Nachts wird das Schiff zur Beobachtungsplattform. Die Außendecks bieten freie Sicht in alle Richtungen, und die Wissenschaftler des Expeditionsteams erklären in Vorträgen auf Deutsch und Englisch, was am Himmel geschieht und wie die Vorhersage für die Nacht aussieht. Mehrere dunkle Nächte an wechselnden Standorten entsprechen dem Muster, das laut Geophysical Institute Fairbanks die Chancen erhöht. Eine Sichtung bleibt trotzdem vom Wetter und von der Sonnenaktivität abhängig; auf der Routenseite heißt es dazu: „Mit etwas Glück tanzende Nordlichter am Himmel".


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Realistische Erwartungen: Was das Auge sieht und was die Kamera zeigt

Mit bloßem Auge erscheinen schwache Polarlichter oft als blasser, grauweißer Schleier, während die Kamera dieselbe Szene in kräftigem Grün zeigt. Das ist eine Eigenschaft des Nachtsehens: Bei wenig Licht arbeiten vor allem die Stäbchen der Netzhaut, die Helligkeit erkennen, aber keine Farben unterscheiden. Moderne Kamerasensoren sind oft empfindlicher als das Auge und zeigen Farben, wenn es dafür noch zu dunkel ist; sie können sogar Polarlichter aufnehmen, die mit bloßem Auge gar nicht sichtbar sind.

Richten Sie Ihre Erwartung deshalb am Auge aus, nicht an Bildern. Bei starker Aktivität sind Grün und manchmal Rot auch ohne Kamera deutlich zu erkennen, bei schwacher Aktivität bleibt es beim bewegten Schleier. Wer die Farben festhalten will, findet die Kameratechnik im Beitrag zum Fotografieren von Polarlichtern

Häufig gestellte Fragen zu Polarlichtern

Kann man Polarlichter auch in Deutschland sehen?

Ja, bei starken geomagnetischen Stürmen sind Polarlichter auch in Deutschland zu sehen, aber selten und nicht planbar. Im Mai 2024 traf laut NASA der stärkste geomagnetische Sturm seit zwei Jahrzehnten die Erde, und im Oktober 2024 beobachtete das DLR rote und grüne Polarlichter in Neustrelitz. Nach der NOAA-Skala reichen Polarlichter erst bei G4 oder G5 bis etwa 45 oder 40 Grad geomagnetischer Breite; G5-Stürme treten im Mittel nur rund viermal pro Sonnenzyklus auf.

Wann ist die beste Reisezeit für Polarlichter?

Die beste Reisezeit für Polarlichter liegt zwischen Ende August und April, weil dann die Nächte in den hohen Breiten dunkel genug sind. Um die Tagundnachtgleichen im September und März treten laut NOAA statistisch mehr geomagnetische Stürme auf.

Wo kann man Polarlichter am besten sehen?

Am besten sehen Sie Polarlichter unter dem Polarlichtoval zwischen etwa 60 und 75 Grad Breite, wo sie laut NOAA in mehr als der Hälfte aller Nächte auftreten. Darunter liegen Nordnorwegen, Island, Lappland, Grönland, Nordkanada und Alaska.

Was ist der Kp-Index und welcher Wert ist nötig?

Der Kp-Index misst auf einer Skala von 0 bis 9, wie stark das Erdmagnetfeld gestört ist; ab Kp 5 spricht NOAA von einem geomagnetischen Sturm. Unter dem Polarlichtoval reichen Kp 3 bis 4, im nördlichen Lappland laut Visit Finland oft schon Kp 1 bis 2. Je weiter südlich Sie stehen, desto höher muss der Wert sein.

Sind Polarlichter mit bloßem Auge sichtbar?

Ja, Polarlichter sind mit bloßem Auge sichtbar, bei schwacher Aktivität allerdings oft nur als blasser, grauweißer Schleier. Das liegt am Nachtsehen, das zuerst Helligkeit und erst bei mehr Licht Farben unterscheidet. Kräftiges Grün sehen Sie ohne Kamera vor allem bei starker Aktivität.

Kann man Polarlichter mit dem Handy fotografieren?

Ja, moderne Kamerasensoren, auch in Smartphones, sind oft empfindlicher als das Auge und nehmen Farben auf, die Sie selbst kaum sehen. Der Himmel sieht deshalb selten so aus wie auf dem Display.

In welcher Himmelsrichtung sieht man Polarlichter?

Auf der Nordhalbkugel schauen Sie nach Norden, auf der Südhalbkugel nach Süden. Helle Polarlichter sind bei passenden Bedingungen aus bis zu 1.000 Kilometern Entfernung zu sehen, sie müssen also nicht direkt über Ihnen stehen. Ein freier Horizont ohne Berge oder Kunstlicht im Norden ist deshalb wichtig.

Kann man Polarlichter vom Schiff aus sehen?

Ja, vom Schiff aus lassen sich Polarlichter mit etwas Glück gut beobachten, weil kaum Kunstlicht stört und der Horizont frei ist. Auf der Reise „Nordlichter im Scoresbysund“ im September verbringen Sie mehrere dunkle Nächte an wechselnden Standorten, was die Chancen laut Geophysical Institute Fairbanks erhöht. Wetter und Sonnenaktivität entscheiden trotzdem über jede Nacht.