Fotografie auf Reisen in die Arktis und Antarktis
Ob vom Zodiac, Kajak, bei Wanderungen oder direkt vom offenen Deck unseres Expeditionsschiffes Sea Spirit – perfekte Fotogelegenheiten gibt es überall. Unsere Crew informiert Sie rechtzeitig über Lautsprecher, sobald Wildtiere gesichtet werden oder wir uns atemberaubenden Landschaften nähern.
Sie möchten Ihre Fotografie-Fähigkeiten verbessern? Unsere erfahrenen Naturfotografen und Experten bieten Workshops und Tipps an Bord, damit Sie jedes Motiv professionell einfangen können.
Besonderes Highlight: Auf der Brücke sind Sie herzlich willkommen – ideal, um als Erste*r seltene Fotomotive zu entdecken.
OPTIONALE AKTIVITÄT (KOSTENLOS): Fotografie / Videografie
Tipps zum Fotografieren in der Antarktis und Arktis
Die Polarregionen gehören zu den eindrucksvollsten Fotospots der Welt: endlose Eisflächen, Strände voller Pinguine und Robben, spektakuläre Sonnenuntergänge am Horizont, ein glitzernder Sternenhimmel – und mit etwas Glück sogar das faszinierende Nordlicht in Grönland. Ob auf einer Expeditionskreuzfahrt in die Arktis oder Antarktis – hinter jeder Ecke wartet ein neues, atemberaubendes Motiv.
Doch so beeindruckend die Kulisse ist, so anspruchsvoll sind die Bedingungen für die Fotografie im ewigen Eis. Temperatur, Lichtverhältnisse und Ausrüstung stellen Fotografen vor besondere Herausforderungen. Deshalb haben wir Ihnen hilfreiche Tipps zur Fotografie in der Arktis und Antarktis zusammengestellt – natürlich wissen wir, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist.
Ein gutes Bild entsteht nicht nur durch Technik. Die besten Kameras der Welt nützen wenig ohne das Gespür für den Moment. Ein erfahrener Fotograf weiß: Bildqualität ergibt sich aus Technik, Timing, Location und Nachbearbeitung. Manchmal ist ein Handyfoto genau das Gewinnerbild – einfach weil es im richtigen Augenblick am richtigen Ort entstanden ist.
Unser Tipp: Lassen Sie sich von der Landschaft und Tierwelt verzaubern – und genießen Sie jeden Moment. Wer einmal in Südgeorgien zwischen Tausenden von Königspinguinen stand, vergisst dieses Erlebnis nie.

Kameras
An Bord unserer MS Sea Spirit und im Expeditions-Team haben wir viele erfahrene Fotografen dabei und eigentlich sind fast alle Kameramarken und Objektivhersteller vertreten. Der eine schätzt Canon, mein Kollege liebt seine Nikon und andere machen beeindruckende Bilder mit Sony, Panasonic, Leica oder Fujifilm. Es gibt viele sehr gute Kameras und selbst bei den absoluten Premium-Produkten für viele tausend Euro, merkt man im Direktvergleich, dass jeder Hersteller seine kleinen individuellen "Charaktereigenschaften" hat. Hersteller X ist etwas treffsicherer, Hersteller Y hat den besseren Weißabgleich und Hersteller P rauscht weniger. Manchmal ist es dann bei dem nächsten Foto genau anders herum.
Die absolute Top 1 Frage, die wir immer wieder gestellt bekommen, ist und bleibt: Kleinbild (Vollformat), APSC oder reicht das Handy?
Die Antwort ist einfach. Am besten alle drei. Ziehen wir den Kreis noch größer, so kommen auch noch Bridgekameras und Kompaktkameras hinzu.
Bridgekamera
Bei den Bridgekameras ist der Zoombereich meistens beeindruckend und reicht z.B. bei Nikon von 25 bis über 1.000 Millimeter. Damit ist man in den Polargebieten zumindest von der Brennweite für 90% der Bilder ausgerüstet. Da nicht alles Gold ist, kauft man sich den Vorteil der Brennweite mit lichtschwächeren Objektiven und einer in den Grenzbereichen schlechteren Abbildungsleistung ein. Lassen Sie sich Ihre Bridgekamera aber nicht klein reden. Wer sich vorher ein wenig mit diesem System beschäftigt und nicht nur an den technischen Grenzen unterwegs ist, wird Bilder aufnehmen, die von anderen Systemen kaum zu unterscheiden sind.
Kompaktkamera
Die Kompaktkameras sind heute kaum noch anzutreffen. Dabei gibt es nach wie vor ein paar Modelle, die in winzigen Nischen überlebt haben und im richtigen Moment den Vorteil ihrer Kompaktheit ausspielen. In einigen Jackentaschen findet man zum Beispiel von Sony die Modelle der RX-100 Baureihe. Dabei gibt es den Brennweitenbereich 24 bis 70 und zwei Modelle mit der Brennweite 24 bis 200 (die RX100II mit 28 bis 100 wollen wir nicht vergessen). Beide Modellreihen haben ihre Qualitäten (mehr Lichtstärke oder mehr Zoom) und was man aus den RAW-Daten rausholen kann, ist beindruckend. Die jpg´s sind in Ordnung aber keine Glanzleistung, denn die jpg-Engine ist alt und wenn im RAW noch feine Strukturen sind, frisst das jpg sie alle weg. Nikon, Canon und andere haben oder hatten ebenfalls Bridgekameras im Programm aber meistens fehlt es im Telebereich um Eisbären, Polarfüchse und die anderen Wildtiere zu fotografieren.
Smartphone
Kommen wir nun zu dem weltweit meist genutzten Kamerasystem aller Zeiten. Am Anfang noch belächelt, ist das Smartphone aus der Fotografie nicht mehr wegzudenken. AI, Apps, eine Rechnerleistung die einige Desktoprechner locker in den Schatten stellt und die direkte Anbindung an das Internet bringen Komfort, Konnektivität und eine erstaunliche Bildqualität.
Die Qualität gerade der jüngeren Geräte ist beeindruckend und die einfache Bedienung bringt einen schnell zu sehr guten Ergebnissen. Auch die Videofähigkeiten sind so gut, dass es bereits zahlreiche Kinofilme gibt, die nur mit dem Smartphone gedreht wurden. In Grenzlichtsituationen mit extremer Dynamik (sehr helle und dunkel Bereiche auf dem Bild) hilft die eingebaute AI so gut, dass zum Beispiel auf unseren Reisen nach Grönland die Konturen von dunklen Gebirgen erhalten bleiben und darüber der hellblaue Himmel mit den Wolken wie gemalt aussieht. Natürlich kann man diese Ergebnisse mit einer „echten“ Kamera noch toppen, aber man sitzt dann am Computer und muss/darf in der Bildbearbeitung sein Können zeigen.
Wird es dunkel, spielt das Smartphone eine weitere Stärke aus. Es reicht eine ruhige Hand und das das Stativ kann zuhause bleiben. Die Stabilisatoren und die Rechnerleistung im Post-Processing bringen Ergebnisse, die mit einer normalen Kamera nur mit Arbeitsaufwand zu übertreffen sind.
Was dem Smartphone derzeit noch fehlt, ist ein ernstzunehmendes Teleobjektiv mit 400mm und mehr. Hier kann die digitale Rechnerleistung noch nicht genug zaubern aber vielleicht werden wir diesen Satz bald löschen, denn die Entwicklung wird weiter gehen.
Es geht also schon sehr viel aber eben noch nicht alles.
APSC-Kamera
Die APSC-Kameras haben einen etwas kleineren Sensor als die Vollformat- bzw. Kleinbildkameras. Der Sensor ist damit etwas kleiner als der klassische Film, den einige von uns von früher noch kennen. Durch den kleinere Sensor ergeben sich einige Vor- und Nachteile.
Die Vorteile sind, dass die Kameras und Objektive theoretisch kleiner und leichter bauen können. Nicht so viel Gewicht auf einer Wanderung tragen, kann ein entscheidender Faktor sein. Nachteile sind die geringere Lichtleistung, etwas höheres Rauschen und die geringere Schärfentiefe. Wer Lust und Zeit hat, dem empfehlen wir einige Abende bei Youtube, dort gibt es endlose Vergleiche der verschiedenen Sensorgrößen.
Ein Vorteil in der Tierfotografie bei APSC-Format ist der Crop Faktor durch den kleineren Sensor, der einem das Objekt näher bringt. Aus einem 400mm wird bei Modellen mit einem Crop von 1,5 ein 600mm Objektiv. Das hilft bei Bildern von wilden Tieren, wie zum Beispiel Eisbären. Der Abstand bringt in der Natur doppelten Schutz. Zum einen schützen wir uns selbst, denn Eisbären können bis zu 40km/h schnell laufen. Außerdem dürfen wir nie vergessen, dass wir nur Gäste in diesen Regionen sind und daher alles tun müssen, um die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld nicht zu stören. Da ist ein größerer Abstand zu den Tieren ein wichtiger Faktor. Die Polargebiete sind eine empfindliche Region und nur mit Rücksichtnahme und Respekt ist werden wir diese Gegend noch lange so erleben können.
Kleinbild bzw. Vollformat
Jeder der namhaften Hersteller hat heute Kleinbildkameras im Programm, von denen wir vor wenigen Jahren noch geträumt haben. Knackscharfe 60 Millionen Pixel mit ultraschnellen Objektiven und das bei Blende 2,8. Das gibt es heute alles zu kaufen. Die hohe Qualität hat ihrem Preis und das Sparschwein sollte entsprechend gefüllt sein. Wir können und wollen auch hier keine Empfehlung aussprechen denn blicken wir in die Kamerarucksäcke unserer Bordfotografen, so finden wir alle Hersteller. Wer die Exif von den Fotos auf unserer Website ausliest, findet sogar noch eine D700.
Kamera-Ersatzteile und Verfügbarkeit
In den Polarregionen gibt es auf den Expeditions-Kreuzfahrten keine Fotogeschäfte oder Lieferdienste. An einigen Orten wie Logyearbyen liefert Amazon aber bis das Paket vor Ort ist, vergehen Tage und Wochen. Daher empfehlen wir genügend Batterien, Speicherkarten und falls möglich, einen zweiten Kamerabody dabei zu haben.

Objektive
Unserer Fotografen empfehlen, mindestens zwei Objektive einzupacken. Gut ist ein lichtstarker Zoom im Brennweitenbereich 24 bis 70. Dazu dann noch ein Teleobjektiv, das am oberen Ende 400mm oder mehr Brennweite haben sollte. Hat man zwei Kamera-Bodys, so ist man dann für alles gerüstet, vermeidet Objektivwechsel und der Sensor bleibt besser geschützt.
Kleiner Fototip: Versuchen Sie einmal Landschaften mit einem kleinen Tele zu fotografieren. Anders als beim Weitwinkel verdichten sich die Entfernungen und es entstehen ganz eigene Bildkompositionen. Es geht nicht nur darum, weit entfernte Motive heranzuziehen, sondern vielmehr einzelne Elemente zu isolieren und zu betonen.
Nässeschutz für Kameras
So wie Sie Ihren Körper bei unseren Ausflügen im Zodiac und in der gefrorenen Wildnis vor Wind, Wetter und Wellen schützen müssen, so brauchen Sie auch einen angemessenen Schutz für Ihre Kamera und Ihr Zubehör. Bei einem Landgang ist es immer möglich, auf der Fahrt im Zodiac nass zu werden. Also benötigen Sie eine wasserdichte Tasche (oder besser einen Rucksack) oder einen Trockenbeutel für Ihre Kamera und alles andere, was Sie nicht dem Salzwasser aussetzen möchten. Von Plastiktüten mit Reißverschluss raten wir ab. Sie halten oft nicht lange und sind nicht gut für die Umwelt. In einigen Gebieten des Südlichen Ozeans sind Plastiktüten außerdem verboten.
Auch an Land kann es jederzeit zu überraschenden Schneestürmen oder Starkregen kommen. Aber denken Sie daran: so schnell wie raue Bedingungen entstehen, so schnell kann auch das perfekte Licht oder das Zusammentreffen mit Wildtieren vorkommen. Je schneller und einfacher Sie Ihre Kamera verstauen und herausholen können, desto besser können Sie auf unvorhergesehenen Fotogelegenheiten reagieren und Schäden an Ihrer Ausrüstung vermeiden. Sie sollten unbedingt Handschuhe tragen, die ausreichend Gefühl in den Fingern bieten, damit Sie Ihre Kamera problemlos bedienen können. Bei den Wanderungen auf zum Beispiel Grönland und Spitzbergen werden wir immer wieder kleine Flussläufe durchqueren. Dabei können Tropfen auf (ungeschützte) Objektivlinsen gelangen. Packen Sie also immer passende Reinigungstücher oder ähnliche Produkte mit in den Fotorucksack.
Batterien und Speicherkarten
Bringen Sie einige Ersatzakkus mit, da die Batterien bei den niedrigen Temperaturen in den Polarregionen nicht lange halten. Bewahren Sie Ihre Ersatzakkus bei Ausflügen in einer warmen Innentasche möglichst dich am Körper auf. Wenn Sie die Batterien wechseln, legen Sie den entladenen Akku in die warme Tasche – er könnte wieder etwas Energie für weitere Aufnahmen zurück bekommen, nachdem er sich erwärmt hat. Vergessen Sie nicht, Ihre Batterien wieder aufzuladen, sobald Sie zurück auf dem Schiff sind.
Bringen Sie ausreichend Speicherkarten mit hoher Kapazität mit und sichern Sie Ihre Fotos jeden Abend sorgfältig auf Ihrem Computer oder Ihrer Festplatte. Falls Ihre Speicherkarte bei einem Ausflug verloren geht oder beschädigt wird, haben Sie zumindest nicht alle Fotos Ihrer Reise verloren.
Wie gelingen Fotos im Schnee?
Das Fotografieren im Schnee und Eis der Polarregionen kann technisch etwas schwierig sein. Schnee und Eis sind ideale Voraussetzungen für dramatische Fotos, aber sie können auch den Autofokus und die Belichtungsmessung einer Kamera durcheinanderbringen. Wenn Sie in einem Gebiet mit kalten Wintern zu Hause sind, werden Sie sich freuen, bereits Übung mit den besonderen Herausforderungen von Kontrast und Licht in Schneelandschaften zu haben, denn Fotografieren im Winter ist ein gutes Training für bessere Bilder im Eis der Polargebiete. Es ist auch ratsam, sich mit den erweiterten Einstellungen Ihrer Kamera vertraut zu machen wie zum Beispiel Belichtungsreihen, Belichtungsmessung und Verschlusszeit. Aufnahmen im RAW-Format erleichtern es Ihnen später, Probleme mit dem Weißabgleich zu beheben, die bei der Aufnahme von Schnee und Eis häufig auftreten.
Kostenlose Ratschläge von unseren Fotoprofis
Auf den Expeditionskreuzfahrten mit Poseidon Expeditions steht Ihnen immer ein professioneller Fotograf zur Seite, der Ihnen weiterhilft – von der einfachen Kamerabedienung bis zum Einsatz subtiler Bokeh-Effekte. Durch Workshops, Medienpräsentationen und praktische Übungen erhalten Sie Anregungen und erlernen Techniken, um Ihre Fotos zu verbessern. Egal, ob Sie eine hochwertige digitale Spiegelreflexkamera, eine einfache Point-and-Shoot-Kamera oder ein Smartphone besitzen – machen Sie Ihre bestmöglichen Fotos mit Hilfe eines erfahrenen Experten und dem kostenlosen Fotoprogramm von Poseidon Expeditions.
Fotografieren am anderen Ende der Welt
Marcel Lesch war mit uns in der Antarktis, Südgeorgien und auf den Falklandinseln auf einer Expeditions-Kreuzfahrt unterwegs und berichtet hier bei Foto Koch über seine Ausrüstung und die Tour.
Marcel Lesch / Foto Koch bei YOUTUBE
Fotografie in der Antarktis
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Antarktische Halbinsel - 7. Kontinent Im Reich der Pinguine und Eisberge |
08 Dez - 19 Dez 2026 | 12 tage |
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Spitzbergen bis zur Eisgrenze Das Beste von Spitzbergen |
03 Jul - 15 Jul 2026 | 13 tage |
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Preise ab € 7.346 pro Person |
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14 Jul - 27 Jul 2026 | 14 tage |
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Ausgebucht
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Westspitzbergen bis zur Eisgrenze Abenteuer Arktis |
26 Jul - 03 Aug 2026 | 9 tage |
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14 Aug - 27 Aug 2026 | 14 tage |
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